Reise dem Frühling entgegen

Wir reisen durch eisweiss bereifte Wälder

dem östlichen Winter davon.

Die Sonne steht flach am Horizont.

Nur der Himmel flüstert vom Frühling.

Wenn sie im Westen untergeht,

werden auch wir am Ziel sein.

Allmählich beginnt der Nebel zu steigen.

Das befreite Licht

zaubert Kirschblütenträume an unseren Weg.

Frühlingsbäume säumen für eine Weile

die verschneiten Felder entlang der Straße.

Stunden später durchbricht auf den Äckern

schwarzbraune Erde die Decke aus Schnee.

Das Land kämpft sich ans Licht.

Nur in den Schattensenken

bleiben weiße Flecken zurück.

Zwischen roten Kieferstämmen leuchtet

voller Verheißung ein sonnentrunkner Wald.

Menschen stehen in ihren kahlen Gärten

und plaudern in der Mittagswärme,

sorglos auf ihren Spaten gestützt.

In diesem Garten prahlt längst der Frühling

mit seiner prallen Gegenwart:

zwei Hände voll, dahin geschüttet

vor die hellen Mauer,

wie kleine lila Sonnensegel aufgebläht.

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Frühlingsboten

Dort, wo die Reise enden soll,

wird all das noch ersehnt.

Das Moor liegt still dem Himmel gegenüber.

Und wartet.

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