Meine Mitte

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Meine Mitte liegt jenseits
der Straße, die von mir zu dir führte.
Die Zeiten,
wo ich dir zulächelte,
sind vorüber.

Die Zeiten, wo dein Wohl
mir über alles ging
und ich dich
behüten wollte
wie ein Kind,
die sind gewesen.

Ich möchte auch
schon lange nicht mehr
Reue, Einsicht
oder gar noch Liebe
aus dir pressen.

Heut möcht ich dich
ganz einfach nur
eine kleine, hübsche Weile
vernichtet sehen,
verdorrt
und auf die Schnauze gefallen.

Aber erst wenn ich
über dich lächeln kann,
gerührt,
ironisch,
belustigt,
gelassen,
amüsiert,
erhaben,
gelangweilt, –

dann erst
bin ich wirklich auf meiner Straße.

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