Goldwäscherei

Durch die weit geöffneten Fenster
dringt Stunde um Stunde
 das silbergraue Rauschen des großen Regens.
 Wenn ich die Augen öffne,
 blicke ich in ein
 Wand großes Viereck
verhangenen Himmels.
 Nichts als weiche, warme Wolkenballen
 hinter Birkenschleiern.

Wir halten uns umschlungen
 und lauschen den Berührungen
 unserer Seelen und unserer Leiber,
 tasten vorsichtig Grenzen ab,
 staunen, wie Übergänge
 vor unserem Blick in einander fließen und
 sehen lächelnd zu, wo das Wasser
 an Felskanten überläuft
 auf neues Land.

Während um das Haus langsam
 und still die Flut steigt,
 lassen wir auf dieser Arche
 unsere Träume wie ungewaschenen
 Sand prüfend
 durch die Finger gleiten.
 Ich sammle meine Goldkörner
 in der Kuhle
 unter deinem Schlüsselbein.

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